|  Climate Smart Cities: Wie deutsche Städte sich mit datenbasierten Ansätzen gegen Krisen wappnen

Climate Smart Cities: Wie deutsche Städte sich mit datenbasierten Ansätzen gegen Krisen wappnen

 

Städte in Deutschland sehen sich mit einer Vielzahl von Krisen konfrontiert. Dazu gehören u.a. Extremwetterereignisse in Folge der Klimakrise, Blackouts, Gas- oder Energiekrisen oder auch Cyberangriffe. Ein Konzept, das ganzheitlich auf all diese Herausforderungen reagiert und Lösungen dafür bereithält, ist das der Climate Smart City.

“Eine Climate Smart City integriert fortschrittliche Technologien und setzt auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit zur Bewältigung von Klimakrisen sowie zur Förderung einer nachhaltigen, resilienten und damit zukunftsfähigen Stadtentwicklung”, erklärt Dr. Lucía Wright, Director bei Haselhorst Associates Consulting. Gemeinsam mit dem LOEWE Center emergenCITY der Universitäten Kassel, Marburg und der TU Darmstadt hat das Beratungsunternehmen im Rahmen eines Praxisdossiers untersucht, inwieweit das datenbasierte Krisenmanagement als Teil einer Climate Smart City in deutschen Städten bereits verbreitet ist und welche Handlungsempfehlungen sich daraus für kommunale Akteure ableiten lassen.

Initiativen zum Einsatz von Daten und Technologien im Krisenmanagement

Ausgangsbasis der Untersuchung ist das Smart-City-Ranking, das Haselhorst Associates Consulting seit 2018 alljährlich erstellt und hierbei die größten Städte Deutschlands ab 30.000 Einwohnern anhand ihrer digitalen und nachhaltigen Entwicklung bewertet. Aus diesen mehr als 400 Städten wurden Städte identifiziert, die eine hohe Punktzahl bei der Bewertung des Smart-City-Umsetzungsgrades in den Schlüsselbereichen Strategie, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gebäude und Quartiere aufweisen. Auch Städte mit vereinzelt innovativen Ansätzen in diesen Bereichen wurden im Rahmen der Untersuchung für das Praxisdossier berücksichtigt.

Insgesamt stechen 43 Städte hervor, in denen 90 Initiativen zum Einsatz von Daten und Technologien im Kontext des Krisenmanagements und Katastrophenschutzes identifiziert wurden.

Datenbasiertes Krisenmanagement strategisch angehen

Wie weit die jeweilige Datennutzung für ein zielgerichtetes Krisenmanagement in den 43 Städten fortgeschritten ist, unterscheidet sich stark. Demnach haben über die Hälfte der Städte (56 Prozent) ein datenbasiertes Krisenmanagement bereits in ihre Smart-City- und Digitalisierungsstrategien eingebettet. Rund ein Drittel der Kommunen (32 Prozent) setzt wiederum auf vereinzelte Initiativen, während zwölf Prozent der Städte noch keine konkreten Projekte in diesem Bereich umgesetzt haben.

Neben der unterschiedlich starken strategischen Verankerung des datenbasierten Krisenmanagements zeigen sich auch Unterschiede hinsichtlich der Spezialisierung der Initiativen. Von den 90 identifizierten Initiativen weisen 42 Prozent keinen direkten Bezug zu einem speziellen Krisentyp auf und zielen stattdessen auf eine allgemeine Optimierung des Krisen- und Katastrophenmanagements ab. Etwa die Hälfte der Initiativen stehen wiederum in direktem Bezug zu einer oder mehreren spezifischen Krisenarten, wobei der Großteil auf die Prävention und Bekämpfung von Starkregen-, Hochwasser- und Hitzeereignissen ausgerichtet ist.

Ganzheitlichen Rahmen für den Umgang mit Daten schaffen

Für das Beraterteam von Haselhorst Associates steht fest: Das datenbasierte Krisenmanagement birgt ein großes Potenzial, das es bei der Entwicklung hin zu Climate Smart Cities auszuschöpfen gilt. „Die Verankerung der Initiativen in Form von strategischen Ansätzen fördert die systematische und nachhaltige Berücksichtigung von Krisenmanagement und Katastrophenschutz in der städtischen Planung”, erklärt Lucía Wright und ergänzt: “Um sicherzustellen, dass integrierte und vernetzte Lösungen entstehen, sollten solche Projekte nicht isoliert entwickelt und umgesetzt, sondern als Teil eines koordinierten Gesamtansatzes betrachtet werden. Krisenmanagement ist ein komplexes Feld, das strategisch, nachhaltig und interdisziplinär behandelt werden muss.”

Für den langfristigen Erfolg eines datenbasierten Krisenmanagements sei unter anderem die Erarbeitung einer ganzheitlichen Datenstrategie notwendig. Diese übernimmt die Rolle eines Leitfadens für die Nutzung städtischer Daten, indem sie ein Regelwerk für Datenerfassung, -verarbeitung, -pflege und -analyse definiert. “Eine solche Datenstrategie dient als ganzheitlicher Rahmen, der technische, ethische, rechtliche und qualitative Standards festlegt, um eine verantwortungsvolle und effektive Nutzung städtischer Daten zu ermöglichen”, sagt Lucía Wright.

Das Praxisdossier kann auf der Website von Haselhorst Associates Consulting eingesehen werden.
 

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