14.07.2020 | Smart City als handfeste Zukunftsaufgabe

 

Die Corona-Pandemie macht deutlich: Wollen Städte und Gemeinden hierzulande in Zukunft besser für derartige Krisen gewappnet sein, müssen sie dringend in ihre digitale Weiterentwicklung investieren. So mag es zwar einigen Kommunen in den vergangenen Wochen und Monaten besser gelungen sein, sich auf digitale Abstimmungsverfahren, Home Office & Co. einzustellen. Umgekehrt hinken andere der Entwicklung noch immer massiv hinterher.

Doch woran liegt es, dass die digitale Schere bei den Städten in Deutschland so stark auseinandergeht? Wie unsere Smart-City-Studie aus dem vergangenen Jahr zeigt, lassen sich darauf im Wesentlichen zwei Antworten finden: erstens, mangelt es einer Vielzahl an Kommunen an den notwendigen finanziellen Mitteln; und zweitens wird das Thema „Smart-City“ von einigen Entscheidern als bloße Marketingaktion verkannt. Dabei geht die digitale Stadtentwicklung weit darüber hinaus: Sie ist eine handfeste Zukunftsaufgabe und lokale Wirtschaftsförderung zugleich.

 

Eindrucksvoller Vorreiter: Emden

Was genau damit gemeint ist, zeigt die ostfriesische Kleinstadt Emden. Mit nur knapp 50.000 Einwohnern schafft es die Kommune eindrucksvoll, seit 2018 zu den Top-20-Städten in puncto digitaler Stadtentwicklung zu zählen.

 

Die Seehafenstadt hat verstanden, dass Smart City weit mehr ist als ein digitales Projekt hier und eine smarte Ampelschaltung da. Für Emden steht vielmehr fest: Digitalisierung und Nachhaltigkeit müssen bei der Stadtentwicklung Hand in Hand gehen und ganzheitlich betrachtet werden.  

 

Dazu hat die Kommune bereits seit 2016 eine detaillierte Digitalisierungsstrategie erarbeitet, die in zahlreichen Projekten den Grundstein für eine digitale Fortentwicklung legt. So wurde seither beispielsweise intensiv am Ausbau des Glasfasernetzes gearbeitet, in die Entwicklung regenerativer Energiequellen investiert und ein flächendeckendes LoRaWAN-Netz vorangetrieben.

 

Doch damit nicht genug: Seit Februar dieses Jahres hat Emden die bestehende Strategie eingehend auf den Prüfstand gestellt. Welche Digital-Projekte konnten bereits realisiert werden? Welche haben sich gut entwickelt – und welche müssen überarbeitet werden? Dabei herausgekommen ist die „Digitalisierungs-Roadmap 2.0“ – ein umfangreicher Strategie-Relaunch, der deutschlandweit seinesgleichen sucht. Insgesamt blickt die Kommune auf nun über 35 neue Digital-Projekte, die in den kommenden Jahren verwirklicht werden sollen – beste Voraussetzungen für eine nachhaltige und lebenswerte Entwicklung der Stadt.

Weitere Informationen

Sie finden den ausführlichen Artikel als Auszug in der ePaper-Ausgabe 03/2020 des Fachmagazins Cable!Vision Europe. Für weitere Informationen und ein erstes Beratungsgespräch kontaktieren Sie Jürgen Germies, Partner bei Haselhorst Associates und verantwortlich für den Bereich Smart City.

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