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| Vereinbarung zur Restrukturierung der IFA abgeschlossen


Die Unternehmensgruppe IFA hat nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten, unter anderem bedingt durch die Umbrüche der Automobilindustrie, wieder eine stabile Basis für eine erfolgreiche Neuausrichtung. Dr. Arno Haselhorst, Gründer der Starnberger Unternehmensberatung Haselhorst Associates, ist seit Januar 2019 als Chief Restructuring Officer (CRO) in der Geschäftsführung der IFA.

Ende Juni ist mit den beteiligten Banken, Gesellschaftern und Gläubigern eine Vereinbarung zur Restrukturierung der IFA getroffen worden. Der Sanierungsprozess soll bis zum 31.03.2022 abgeschlossen sein. Ein Stellenabbau in größerem Umfang konnte vermieden werden.

Der Automobilzulieferer IFA mit Sitz in Haldensleben (Sachsen-Anhalt) ist einer der drei welt­weit größten Hersteller für Antriebswellen und Gelenke für die internationale Fahrzeugin­dustrie und beliefert alle großen Hersteller in Europa, Asien und Nordamerika. Das Unter­nehmen war bei einer hohen Auslastung seiner Kapazitäten und einer gleichzeitig betriebe­nen Expansion, die mit erheblichen Investitionen verbunden war, in eine Schieflage und die Nähe der Insolvenz geraten. Dr. Arno Haselhorst wurde im Januar 2019 in die Geschäftsfüh­rung berufen, um die Restrukturierung der Gruppe zu koordinieren. Ende Juni konnte eine Restrukturierungsvereinbarung abgeschlossen werden. „Seit Oktober 2018 haben wir mit acht Banken, 40 Schuldscheingläubigern und den Automobilherstellern intensive Gespräche geführt. Die jetzt getroffene Restrukturierungvereinbarung erfüllt alle Voraussetzungen für die erforderlich gewordene Finanzierungsstruktur“, sagt Haselhorst. „Damit steht einer opera­tiven Neuausrichtung nichts mehr im Weg.“

Das Sanierungsgutachten bescheinigt der IFA Gruppe eindeutig seine Sanierungsfähigkeit. Voraussetzungen für die Konsolidierung sind neben der kurzfristigen Deckung des Kapitalbedarfs eine konsequente Umsetzung der vorgesehenen Finanzplanung und der umfassenden Maßnahmen zur Restrukturierung. Der Sanierungsprozess soll bis zum 31.03.2022 abgeschlossen sein. Die Finanzierung der IFA Gruppe wird über einen Sanierungskredit der beteiligten Konsortialbanken und Schuldscheingläubiger sowie eine neue Kreditlinie für frisches Geld gewährleistet. Die Forderungen der Hauptgläubiger sind durch ein umfassendes Sicherheitenpaket geschützt. Die bisherigen Gesellschafter von Nathusius haben ihre Anteile am Unternehmen zur treuhänderischen Verwaltung an die SGP Schneider Geiwitz & Partner übertragen. Ferner wurde ein M&A-Prozess eingeleitet, um einen Partner für die Gruppe zu finden.

In den kommenden zwei Jahren steht eine Erhöhung der Effizienz an sämtlichen Standorten der IFA im Fokus des Managements. “Wir müssen an den ausländischen Standorten die Effizienz deutlich erhöhen und auch in Haldensleben die gesamten Prozesse weiterhin strukturell verbessern“, sagt Haselhorst. „In den ersten Monaten des Jahres konnten wir bereits erste operative und bilanzielle Verbesserungen erzielen“, betont Haselhorst. „Die größeren Automobilhersteller haben ihr Vertrauen in die Solidität der IFA deutlich signalisiert. Im ersten Halbjahr haben wir neue Aufträge mit einem Gesamtvolumen von über 400 Millionen Euro akquiriert.“ Ferner unterstützen die bestehenden Kunden die Sanierung mit individuellen Restrukturierungsvereinbarungen. „Die IFA hat eine gute Auftragslage, wettbewerbsfähige Produkte und einen festen Kundenstamm“, sagt Haselhorst. „Das sind gute Voraussetzungen, um die Sanierung und Neuaus-richtung gemeinsam mit den Finanzierungspartnern und Kunden erfolgreich zu meistern.“

Frau Corina Picker, Marketingleiterin bei Haselhorst Associates, freut sich auf Ihre Kontaktaufnahme: c.picker[at]haselhorst-associates.com


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