| Umsetzung der BMBF-Förderrichtlinie „Digital GreenTech“ schreitet voran

Umsetzung der BMBF-Förderrichtlinie „Digital GreenTech“ schreitet voran

 

Die Nachhaltigkeitsforschung geht in die nächste Runde: Die im Rahmen der Initiative "Digital GreenTech – Umwelttechnik trifft Digitalisierung" eingereichten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sind inzwischen begutachtet und werden seither unterstützt.

Die Förderrichtlinie „Digital GreenTech“ wurde im vergangenen Jahr vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Aktionsplans „Natürlich. Digital. Nachhaltig“ ins Leben gerufen. Das Ziel: Wirtschafts- und Forschungsunternehmen bei der Entwicklung integrierter Lösungen für Umwelt-, Informations- und Kommunikationstechnik zu fördern, um so eine nachhaltigere Nutzung von Wasser, Land und Rohstoffen zu erreichen.

Nachdem die Initiative „Digital GreenTech“ am 9. März 2020 gestartet war, endete die Einreichungsfrist rund drei Monate darauf, am 30. Juni. Antragsberechtigt waren sowohl Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Daneben konnten sich auch Einrichtungen der Kommunen, der Länder und des Bundes als auch Verbände und weitere gesellschaftliche Organisationen bewerben.

 

Beitrag zur Erreichung der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN

Mit der Förderrichtlinie will das BMBF einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, um die Forschung rund um das Thema Nachhaltigkeit voranzutreiben. Vor diesem Hintergrund gliedert sich der Ansatz auch nahtlos ein in den bereits Ende 2019 vom Bundesforschungsministerium vorgestellten Aktionsplan „Natürlich.Digital.Nachhaltig“. Damit soll die Bundesrepublik den in der Agenda 2030 der Vereinten Nationen formulierten Zielen einen großen Schritt näherkommen.

Als eines dieser insgesamt 17 Nachhaltigkeitsziele ist hierbei insbesondere eine nachhaltige Entwicklung von Städten und Gemeinden zu nennen. Dementsprechend ist auch die „Digital GreenTech“-Initiative bewusst darauf ausgelegt, völlig neuartige Ansätze – etwa mittels Sensorik, Mikrotechnik, Robotik oder KI – zu generieren, mit deren Hilfe die Themen Ressourceneffizienz und Klimaschutz mit innovativen Digitalisierungstechnologien verknüpft werden. Insofern bildet die Förderrichtlinie auch einen wichtigen Baustein, um die digitale Weiterentwicklung der Städte hierzulande im Sinne einer Smart-City-Strategie voranzutreiben.

 

Elf Langzeitprojekte, 23 Kurzzeitprojekte

Während die Initiative zum einen die Förderung von Langprojekten (in der Regel zwei Jahre) vorsieht, konnten im vergangenen Jahr auch Kurzprojekte ihre Bewerbungsskizzen einreichen (sechs Monate). Nach umfangreicher Begutachtung aller eingereichten Projekte umfasst die Förderrichtlinie nun die Unterstützung von insgesamt elf Langzeitprojekten. Diese reichen von Forschungsvorhaben rund um das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien über KI-basierte Technologien zur Spurenstofferkennung in Oberflächenwasser für eine nachhaltige Trinkwassergewinnung bis hin zu Informationsmanagementsystemen in der Akteurskette der Kreislaufwirtschaft.

Ebenso vielfältig gestaltet sich auch das Feld der insgesamt 23 ausgewählten Kurzprojekt-Skizzen. Während deren Förderung zunächst auf einen Zeitraum von sechs Monaten ausgelegt war, erhielten die inzwischen abgeschlossenen Kurzprojekte zum 1. Juni dieses Jahres zudem die Möglichkeit, eine Skizze für ein aufbauendes Langzeitprojekt einzureichen.

Am 08.06.2021 wurde eine zweite Änderungsbekanntmachung veröffentlicht, mit der der 2. Stichtag auf den 31.10.2022 verschoben sowie die Kurzprojekte gestrichen wurden. Im nächsten Jahr folgt nun die Auswahl neuer Langprojekte, so dass die Fördermaßnahme ihr Projektportfolio mit der Zeit noch weiter ausbaut und zur weiteren Verbreitung digitaler Technologien in der Umwelttechnik beiträgt.