Smart City durch ein Handy gesehen

 | Smart City ist keine Frage der Stadtgröße

 

Sind Metropolen die einsamen Vorreiter der Digitalisierung? Hamburg, Köln und München – die ersten Plätze unseres „Smart-City-Rankings“ – lassen das zunächst vermuten. Tatsächlich aber machen aktuell die Kleinstädte und Kommunen viel Boden wett und treten mit fundierten Digitalisierungsstrategien zunehmend in Konkurrenz um die Spitzenplätze.

Diesen Prozess hat spätestens die Covid-19-Pandemie noch beschleunigt. Von jetzt auf gleich hat sie digitale Lösungen für Verwaltungen, Bildungseinrichtungen oder die medizinische Versorgung gefordert. Viele Entscheider erkennen hierzulande nun den Wert der Digitalisierung und stoßen positive Entwicklungen an. Denn: Die Bedeutung der intelligenten Vernetzung aller städtischen Lebensbereiche als wichtiger Standortvorteil wächst stetig.

Zusammenschlüsse zu smarten Regionen

Besonders tief verinnerlicht hat man das beispielsweise in der nordrhein-westfälischen Kommune Soest. Sie zeigt: Smart City kann auch mit weniger Ressourcen funktionieren als etwa mit solchen, über die viele Millionenstädte verfügen. 2019, noch weit abgeschlagen auf Rang 150, hat sich die 50.000-Einwohner-Stadt innerhalb eines Jahres auf den 16. Platz vorgearbeitet.

Dank einer fundierten Digitalisierungsstrategie sichert sich Soest inzwischen Ressourcen und Mittel verschiedenster Förderprogramme und zählt so zu den insgesamt fünf Leitkommunen des Projekts „Digitale Modellregionen in NRW“. Auch solche Zusammenschlüsse zu smarten Regionen schonen die Ressourcen und erhöhen das Entwicklungspotenzial zu langfristig attraktiven Lebens- und Wirtschaftsräumen.