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| Intelligente Energie-Stadt Emden


Angesichts des fortschreitenden Klimawandels und dem wachsenden Zuzug der Menschen in die Städte stehen die Kommunen hierzulande vor immer größer werdenden Herausforderungen. Wollen sie langfristig als Lebensräume attraktiv bleiben, müssen sie dringend Lösungen finden, um umwelt-, klima- und sozialverträglich zu werden. Allen voran steht dabei eine systematische Verteilung der Ressourcen und Energien – die Basis einer nachhaltigen Stadtplanung.

Doch wie kann diese gelingen? In einem ersten Schritt müssen die Städte ihre Energieversorgung zunächst zu weiten Teilen auf erneuerbare Energien umstellen. Das ist jedoch leichter gesagt als getan: Mit Blick auf das vor gut zwei Jahren eingeführte Mieterstrommodell wird beispielsweise deutlich, wie schwierig es noch immer ist, grün erzeugte Energie direkt vor Ort nutzbar zu machen. Oftmals stehen dem große bürokratische Hürden im Weg.
 

Null-Emissions-Stadt

Dennoch ist eine dezentrale Energieversorgung längst keine Utopie – im Gegenteil. Ziehen alle Beteiligten einer Kommune an einem Strang, kann die Umstellung auf eine grüne Stromversorgung durchaus gelingen. So etwa in Emden: Die ostfriesische Kleinstadt hat sich nicht nur bereits seit einigen Jahren dem Ausbau der regenerativen Stromquellen verschrieben. Die 50.000-Einwohner-Kommune hat vor allem ein klares Ziel: Künftig sollen alle Emder Haushalte ausschließlich grün erzeugte Energie und klimaneutrales Erdgas beziehen.

Inzwischen ist die Seehafenstadt davon gar nicht mehr allzu weit entfernt. Neben dem Windpark am Larrelter Polder ergänzen unter anderem Solar- und Photovoltaikanlagen auf privaten und städtischen Gebäuden, eine Geothermieanlage sowie ein Biomasseheizkraft den grünen Strom-Mix der Kommune. Daneben ist Emden bestrebt, die Entwicklung von Speicheranlagen für die dezentral erzeugte Energie voranzutreiben – und hat in diesem Zusammenhang gemeinsam mit der Hochschule Emden/Leer an der Entwicklung einer Power-to-Gas-Anlage getüftelt.

Zudem hat die Kleinstadt frühzeitig erkannt, wie wichtig eine intelligente Vernetzung sämtlicher Energielösungen der Kommune für die weitere Entwicklung einer nachhaltigen Energiewirtschaft ist. Dafür hat Emden etwa schon 2017 zusammen mit Siemens und den Stadtwerken ein „Memorandum of Understanding“ unterzeichnet. Dieses sieht vor, sämtliche Bereiche des städtischen Lebens auf Basis einer Digitalisierungsstrategie nach und nach effizienter – und somit nachhaltiger – zu gestalten. Die Weichen dafür sind bereits gestellt.
 


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